Menü
Die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen seit 1990
Die wohl größten Herausforderungen, die die sächsische Bevölkerung im Zuge der Deutschen Einheit zu schultern hatte, resultieren aus der Umstellung der Wirtschaft vom System der zentralen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Gut für Sachsen war, dass man dabei an die industrielle Traditionen und die Wirtschaftstrukturen der Vergangenheit anknüpfen konnte. Was die Entwicklung der wirtschaftlichen Leistungskraft des Freistaates angeht, so kann sich das Ergebnis der letzten 20 Jahre sehen lassen. Nicht vergessen werden darf dabei jedoch, dass die Arbeitslosigkeit noch immer sehr hoch ist und nach wie vor nicht alle Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten, die dies wünschen. Ob es tatsächlich gelungen ist, in Sachsen in den letzten 20 Jahren eine wirklich tragfähige und innovative Wirtschaft zu etablieren, wird sich in dem Maße zeigen, in dem die zahlreichen Fördermaßnahmen der Vergangenheit nach und nach wegfallen werden. Der internationale Wettbewerbsdruck, der aus der Globalisierung resultiert und die krisenhafte Entwicklung der Weltwirtschaft werden diesen Prozess nicht erleichtern.
Annette Rehfeld-Staudt
Randnotiz
55,1 Prozent der Sachsen sind der Meinung, dass im Freistaat der Aufbau einer leistungsstarken Wirtschaft erfolgreicher gelungen ist, als in den anderen neuen Bundesländern. Nur 25 Prozent sehen diesen Vorsprung Sachsens auch bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.
(Quelle: Meinungsumfrage der Aproxima Agentur für Markt- und Sozialforschung Weimar aus dem Winter 2009)
