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Die gesellschaftlich-kulturelle Entwicklung in Sachsen
Neben den Veränderungen im politischen System und dem Strukturwandel in der Wirtschaft haben sich auch in Kultur und Gesellschaft des Freistaates Sachsen viele Dinge grundlegend verändert in den letzten 20 Jahren. Schaut man sich die Struktur der sächischen Bevölkerung und die demographische Entwicklung an, so fällt zunächst einmal auf, dass die Sachsen immer weniger und immer älter werden. Diese Tendenz stellt viele Poliikbereiche vor neue Herausforderungen, allen voran die Bildungspolitik. Ihr musste es in den letzten 20 Jahren gelingen, mit beschränkten Mittel ein konkurrenzfähiges Bildungssystem aufzubauen, das die immer kleiner werdende Kinderschar auf die immer größer werdenden Herausforderungen der modernen Zeit vorzubereiten hat. Auch wenn Effizienzsteigerung und Nutzenmaximierung unseren modernen Alltag weitgehend bestimmen, so ist es doch nicht nur den Wirtschaftsgewaltigen aufgefallen, dass auch die so genannten "weichen Standortfaktoren" wie Kunst und Kultur für das Wohlergehen der Menschen wesentlich sind. Daher sollen auch die Bemühungen, die in diesem Bereich in den letzten 20 Jahren gemacht wurden, nicht unerwähnt bleiben. Einer der Faktoren, die einen wesentlichen Einfluß auf die Art haben, wie die Wiedervereinigung in Ost und West wahrgenommen wurde, sind die Medien. Auch die Entwicklung der sächsischen Medienlandschaft in den letzten 20 Jahren ist uns daher einen genaueren Blick wert. Über die Rolle der Kirchen in der Zeit der friedlichen Revolution ist viel gesagt und geschrieben worden; welche Entwicklung das religiöse Leben seit der Wiedervereinigung genommen hat, wird ebenfalls beleuchtet.
Randnotiz
56,2 Prozent der Sachsen sind der Meinung, dass Ihr Land mehr kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten zu bieten hat als andere neue Bundesländer.
(Quelle: Meinungsumfrage der Aproxima Agentur für Markt- und Sozialforschung Weimar aus dem Winter 2009)
